Villeseen sind nach wie vor mit PFT belastet
Zum Pressetermin in Sachen PFT-Belastung der Villeseen hatten die GRÜNEN auch Vertreter des Angelsportvereins und der Kreisverwaltung eingeladen.
Während die akuten Werte für PFT in den Seen zurückgehen, ist nach wie vor die genau Ursache für die Belastung noch unklar. Ein Gutachten im Auftrag der Fa Remondis, die das Verwertungszentrum oberhalb der Seen betreibt, soll genaueren Aufschluss geben.
Das Angelverbot aufheben kann die Kreisverwaltung zur Zeit noch nicht, weil die Belastung der Fische noch zu hoch ist.
Die Angelsportler fordern, dass sie auf "auf eigene Gefahr" wieder angeln dürfen und dass das Oberflächenwasser des Verwertungszentrums auf Dauer über die Kläranlage Köttingen gereinigt werden muss.
Johannes Remmel setzt sich vehement dafür ein, dass PFT gar nicht erst in die Umwelt gelangt. "Wir brauchen saubere Produktionsanlagen, in der das PFT aufgefangen wird. Möglicherweise müssen die Verwertungszentren eingehaust werden."

- Von links: Martin Schmitz (Dezernent des Rhein-Erft-Kreis), Adi Bitten (Grüne Erftstadt), Johannes Remmel (umweltpolitischer Sprecher der Grünen Landtagsfraktion), ein Vertreter des Angelvereins, Elmar Gillet (Vorsitzender der Grünen Kreistagsfraktion) und Alfred Heublein, ebenfalls vom Angelverein
Aktuelles:
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. . .Ja zum Kreishaushalt 2009 folgerichtig
Die Grüne Fraktion stimmt in der Kreistagssitzung am 12. März 2009 aufgrund der Beratungsergebnisse dem Kreishaushalt zu. Ausschlaggebend ist allein die Tatsache, dass fast alle Grünen Anträge mehrheitlich beschlossen worden. Die auch von Mitgliederversammlung und Vorstand mit auf den Weg gegebene Strategie, grüne Inhalte in den Vordergrund zu rücken, wurde erfolgreich umgesetzt. Einzelheiten sind der Haushaltsrede der Fraktionsvorsitzenden Doris Lambertz zu entnehmen.
Rede von Doris Lambertz zur Verabschiedung des Kreishaushalts 2009.
Regenerative Energien bringen Jobs mit Zukunft
Die Technikerschule Butzbach ist für Friederike Seydel, energiepolitische Sprecherin der GRÜNEN Kreistagsfraktion, ein Vorbild für das von den Kreisgrünen angestrebte Kompetenzzentrum für regenerative Energien und Energieeffizienz.
Friederike Seydel schaffte den Kontakt zu Diethardt Stamm, hessischer Grüner der ersten Stunde und stellvertretender Schulleiter. Diethardt Stamm baute aus der ganz normalen Butzbacher Berufsschule im Laufe der letzten 15 Jahre eine Technikerschule auf, die sich der Ausbildung im Bereich der regenerative Energien verschrieben hat.
Grund genug für die GRÜNE Kreistagsfraktion, im Mai 2008 eine Exkursion zur Technikerschule in Butzbach zu organisieren, weil eines der Schwerpunktthemen der Fraktion die Errichtung eines Kompetenzzentrums für regenerative Energien und Energieeffizienz an einem der technischen Berufskollegs des Kreises ist. Daher waren sowohl die Verwaltung durch den Schuldezernenten wie auch ein Schulleiter und ein Lehrer von den technischen Berufskollegs im Rhein-Erft-Kreis mit von der Partie.
Um die Technikerschule Butzbach etwas genauer zu fassen, müssen die Themen Ausbildung, Gebäude und Organisation beleuchtet werden.
Die Fachschule mit Technikerausbildung im Schwerpunkt nachhaltige Energietechnik bietet einschlägig Ausgebildeten mit einjähriger Berufserfahrung eine intensive Spezialausbildung, die auch Projektmanagement und Kommunikationstechnik mit umfasst. Die Fachschule startete als Schulmodell mit wissenschaftlicher Begleitung durch die Gesamthochschule Kassel. Ziel ist, die Techniker im Bereich der Regenerativen umfassend und marktgerecht auszubilden. Einsatzgebiete ergeben sich nicht nur bei den Betrieben sondern auch bei Banken, Versicherungen oder Behörden. Mit dem nun vorgeschriebenen Energiepass für Gebäude hat sich die eh schon gute Arbeitsmarktsituation der Absolventen noch einmal nachhaltig verbessert.
Ein weiterer Vollzeit-Ausbildungsgang ist der/die Assistent/in für Solarthermie und Photovoltaik. Vorausgesetzt wird ein mittlerer Bildungsabschluss (Realschule oder Berufsfachschule). Im Anschluss kann die Fachschule zur Technikerausbildung in nachhaltiger Energietechnik gemacht oder die Fachhochschulreife erlangt werden.
Auch Jugendliche ohne Hauptschulabschluss haben hier eine Chance. Im Berufsgrundschuljahr oder im Werkstattjahr lernen sie in Projekten den praktischen Umgang mit den regenerativen Energietechniken. Einsatzgebiete für die Projekte sind Kommunen oder die Schule selbst.
Das Gebäude der Technikerschule Butzbach ist ein 1995 errichteter Niedrigenergiebau mit einem Wärmebedarf von weniger als 33 Kilowattstunden je Quadratmeter und Jahr (KWh/m2a). Er wurde jeweils zu einem Drittel über den Vogelbergkreis, über Drittmittel und über Eigenleistungen finanziert. In dem Gebäude finden alle Techniken der regenerativen Energien Anwendung. Es finden natürliche Baumaterialien Verwendung, im Sommer sorgen rankende Weinreben für eine natürliche Beschattung. Es gibt eine transparente Wärmedämmung und Solardiodenfenster, die jeweils so gedreht werden, dass die Wärme durch die reflektierende Beschichtung im Sommer nach außen und im Winter nach innen reflektiert wird. Ein neues Gebäude wird zur Zeit in konsequenter Passivhausarchitektur errichtet. Der Lehm-Holzständerbau hat einen Restwärmebedarf von weniger als 15 KWh/m2a. Schülerinnen und Schüler engagieren sich beim Bau im Rahmen von Projektarbeiten.
Dies alles erfordert eine bestimmte Organisationsform. Der Förderverein (www.bsbz-foerderverein.de) wickelt Fort- und Weiterbildungskurse in den Bereichen Energie, IT, Management, Betriebswirtschaft im Schulgebäude ab. Der Förderverein kümmert sich um Sponsoring, Förderung und Sachspenden von Firmen, die hier natürlich gute Demonstrationsmöglichkeiten für ihre Produkte und Anlagen haben. Durch Führungen, Besichtigungen, Abendveranstaltungen, Firmenschulungen, Volkshochschule wird das Gebäude rege genutzt. Es werden Förderprogramme des Bundes und der Europäischen Union genutzt, deren Beantragung eine Wissenschaft für sich ist.
Ohne das Engagement des "Überzeugungstäters" Diethardt Stamm wäre es sicher nicht so weit her mit der "Vorzeigeschule" im Bereich der regenerativen Energien.
Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer der gelungenen Exkursion ins Hessische, die natürlich mit einem Mittagessen in einer Weinstube verbunden war, zeigten sich am Ende überzeugt davon, dass der Energiekreis Rhein-Erft-Kreis eine ganz besondere Verantwortung dafür hat, die Ausbildung im Bereich der regenerativen Energien und Energieeffizienz auf eine gute Grundlage zu stellen.
Das geplante Kompetenzzentrum soll im Berufskolleg die erforderlichen übergreifenden Kompetenzen vermitteln. Begleitend soll daher auch auf das NRW-Schulministerium eingewirkt werden, eine Technikerausbildung im Bereich regenerative Energien und Energieeffizienz aufzulegen und am Berufskolleg zu implementieren. Das Kompetenzzentrum soll dann auch der praktischen und theoretischen Weiterbildung auf dem Sektor dienen.








